[Wir bauen um] Kinderzimmer

Nachdem wir in unserem ersten Teil die Küche umgebaut haben und ich anschließend bei Cora ins Zimmer eingezogen bin, geht es nun in unserem dritten Teil weiter mit meinen ehemaligen gut überschaubaren 9 m² Zimmer.

Raumplanung

Nachdem der Umzug in Coras Arbeitszimmer abgeschlossen war und mein ehemaliges Staatsgebiet frei stand, galt es den verfügbaren Platz optimal auszunutzen. Wir waren richtig erstaunt, dass das Zimmer im leeren Zustand und ohne dunkle Möbel richtig groß erscheint. Dementsprechend euphorisch ging es an die Raumplaung. Allerdings wurde schnell klar, dass wir mit einen Zollstock und wilden Gestikulieren nicht weiter kommen. Es musste mal wieder unser Raumplaner-Tool Photoshop her.

Wichtig war uns beiden, dass man von der Wickelkommode an den Schrank kommt, ohne dem Bebi den Rücken zukehren zu müssen. Die Heizung und das Fenster sollten nicht vollgestellt werden und etwas Platz zum Spielen und Bewegen musste auch vorhanden sein. Ziemlich viel für 9m², aber wir haben schnell eine optimale Raumaufteilung gefunden.

Kinderzimmer vorher

Möbel bestellen –  kein Problem

Die Planung stand und wir entschieden, dass mehr als ein Bett, 2-türiger Schrank und eine Wickelkommode nicht drin waren. Kurzzeitig gab es auch den Gedanken nach einen 3-türigen Schrank Ausschau zu halten, allerdings würde das Zimmer dann aufgrund der Größe viel zu voll wirken.

Wir durchwälzten das Internet, kamen aber nicht so recht voran. Von den tausenden Kinderzimmern im Netz taten uns schon die Augen weh. Es hieß also angezogen und ab in den Laden, um uns mal live ein paar Kinderzimmer anzuschauen und auszutesten.
Blanke Ernüchterung: Der aktuelle Trend ist absolut nicht unser Ding. Auch bei den Kinderzimmern ist man voll auf den Landhausstil aufgefahren. Oder aber man blieb bei 0815 Holzmöbel. Ätzend! Durch die matten Farben wirken die Möbel emotionslos und grau – ein Kinderzimmer muss doch strahlen!

Das Thema Möbel wurde also vorerst ad acta gelegt.

Kurze Zeit später bekam unsere Muttel einen 10% Gutschein für Möbel von Babywalz zugesendet. Und siehe da: Es fand sich DAS perfekte Kinderzimmer. Wir haben natürlich sofort zugeschlagen. Manchmal hilft es wirklich, die Dinge kurz ruhen zu lassen.

Bestellt, bezahlt, geliefert oder doch nicht?

Thema erledigt, Kinderzimmer bestellt, Rechnung kommt mit den Möbeln, normale Lieferzeit. Denkste. Pustekuchen!

Schritt 1 des Dramas war eine E-Mail mit einer Rechnung zur Teilzahlung der ersten Lieferung von Schrank und Bett, da die Wickelauflage sechs Wochen Lieferverzug hat. Gut, wir dachten uns nicht viel dabei, Teilzahlung ausgeführt und gespannt gewartet und gewartet … und gewartet.

Fünf Wochen später kam die erste Lieferung mit einer weiteren Rechnung zur Restzahlung der Teilzahlung von Schrank und Bett. Ihr denkt euch jetzt sicherlich das Gleiche wie ich damals: „Häää?“. Kurzerhand schnappte ich mir verärgert den Höhrer und rief den Support an. Dieser war zwar nett, konnte mir auch nicht so ganz erklären, wieso das so ist. Auf meine Frage, ob ich nicht einfach alles überweisen kann, wurde mir nur mit „Nein, ansonsten kommt das System durcheinandern.“ geantwortet. Nun gut, wir wissen ja alle, dass Computer dumm sind. Am Telefon wurde noch ganz beiläufig gesagt, dass die Wickelkommode nochmals drei Wochen Lieferverzug hat. Ja, halt, moment! Es hieß doch sechs Wochen von Bestellung an, jetzt noch mal drei Wochen?
Nun gut, glücklicherweise hatten wir früh genug bestellt! Die Restzahlung würden wir bei Lieferung der Wickelkommode erhalten.

Wir warteten nochmal vier Wochen und es kam keine Wickelkommode. Also ein weiterer Anruf, erneut vertröstet mit „Lieferverzug, aber in zwei Wochen kommt sie, versprochen“! Nach nun gesamt 11 Wochen und einen weiteren, ziemlich stinksauren Anruf von mir beim Support fand die Wickelkommode endlich den Weg zu uns und wir durften überweisen. Halleluja! Freude!

Farben und Formen für das Kinderzimmer

Beim Thema waren wir uns einig: Wald, Natur, helle und kräftige Farben.

Nachdem sich Cora in diese Wandtattoos verliebt hat, bauten wir alles Andere darauf auf. Da einige Löcher in den Wänden gestopft werden mussten und dadurch unschöne, graue Flecken zu sehen waren, bekam das Zimmer noch einen kompletten Weißanstrich. Dadurch wirkte es noch heller! Im Baumarkt fanden wir dann auch die passende Zweitfarbe: Sonnengelb.

Natürlich wäre es total langweilig gewesen, hätten wir ein/zwei/drei Wände einfach in Sonnengelb gestrichen. Es sollte schon etwas extravaganter sein. Deshalb überlegte sich Cora Wellen (Berg und Tal) zu malen, bei denen der obere Teil weiß bleibt und der untere gelb. Die Tiere würden dann praktisch darauf platziert werden.

Einzig die Umsetzung dieser Wellen warf zuerst Fragen auf, da an den Wänden keine normale Raufaser- sondern Strukturtapete klebt. Mit Malerkrepp und Silikon wäre es eine ziemliche Arbeit gewesen. Auch die Lösungen im Internet waren nicht zufriedenstellend. Darum entschied sich Cora es einfach freihand zu machen, was super klappte. Das Malern der großen Flächen übernahm ich wieder, während Cora die Feinheiten an der Wellenkante erledigte.

Die Suche nach dem Teppich

Damit das Zimmer noch kuscheliger und wärmer wird, sollte vor den Schrank und die Wickelkommode ein (Spiel)Teppich. Andernfalls wäre es durch das Laminat recht fußkalt. Cora wollte unbedingt einen ganz weichen Teppich haben. Natürlich sind diese a*teuer.
Letztendlich öffnete Muttel uns wieder die Augen und wir entschieden uns für eine kostengünstige Variante. Denn aufgrund der Verunreinigungsgefahr wäre ein hochwertiger Teppich nur raus geschmissenes Geld.

Feinheiten

Nun stand das Zimmer – fix und fertig. Es musste nur noch befüllt werden.

Eine passende Wickelauflage fand sich nach langem Hickhack. Das ganze Dilemma dazu in einem eigenen Beitrag. Bei der Matratze haben wir uns für ein Modell im höherpreisigen Segment (Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Premium) entschieden, da sie uns am meisten zugesagte. Für das Bett hat Cora ein tolles Spiral-Mobile gefunden, das sich perfekt ins Zimmer eingliedert. Auch der passende Spielbogen war schnell gefunden. Ein wahre Glückssträhne!
Bei Spielzeug und Kuscheltieren hielten wir uns bewusst zurück, da davon genügend geschenkt würde.

Doch die nächste Hürde lies nicht lange auf sich warten: Wir fanden einfach keine Gardinen in der richtigen Farbe. Weder hier in der Umgebung noch im Internet. In unserer Verzweiflung baten wir die liebe Muttel mal bei sich Ausschau zu halten und prompt keine Woche später wurde Muttel fündig. Auch was ein paar andere kleine Dinge (Kuscheldecke, Klamotten, etc.) betrifft, hatte Muttel mehr Glück als wir, denn hier hat man absolutes Pech oder muss kilometerweit fahren.

Sowieso ist der Osten viel kinderfreundlicher als der Westen – im Sinne von Auswahl. Anscheinend muss man heute in den Osten fahren, um Bananen zu bekommen…

Nun genug geschrieben. Hier seht Ihr das Ergebnis:

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