Danke, Muttel!

Für den diesjährigen Muttertag musste mein Kopf (und später auch meine Hände) einige Arbeit leisten. Denn ich wollte mir etwas ganz Besonderes ausdenken, was sich nicht immer als einfach erweist. Schließlich soll es nicht irgendetwas sein.

Typische Muttertagsgeschenke sind mir einfach zu standardisiert. Umso schwieriger ist es, wenn man etwas Persönliches schenken möchte. Oft verzweifle ich im Ideenprozess und sehe die Zeit nur vor sich hin rasen. Im letzten Moment kommt dann trotzdem die zündende Idee und dann muss alles ganz schnell gehen. Welch‘ ein Glück das wir uns im digitalen Zeitalter befinden und einen schnellen, fahrbaren Untersatz haben. Andernfalls wäre ich vollkommen aufgeschmissen.

Die Idee

Was kann man der liebsten Mutti schenken, was sie sich nicht selbst kaufen kann? Liebe! In jeglicher Form. Meine selbst gebastelten Karten sind ja praktisch bei jedem Geschenk inbegriffen. Dieses Jahr war aber mehr handwerkliches Geschick gefordert. Ein Gestell mit selbst genähten Herzchen sollte es werden. Die Herzchen sollten nicht einfach mit Watte, sondern unterschiedlichen Düften befüllt sein.

Muttertagsgeschenk Zeichnung

Das Gestell

Das kleinste Problem war das Gestell, schließlich haben wir durch unsere vielen Bastelarbeiten an Voliere und Vogelbaum genügend Holz auf Vorrat. Dank Super-Akkuschrauber – den ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe – und tatkräftiger Hilfe von Chris waren wir innerhalb einer Stunde (Bohren, Schrauben, Schleifen) fertig. Es sollte in Holzoptik bleiben, da die Herzchen aus Stoff im Landhausstil sein sollten. Passende kleine Haken waren im örtlichen Bauhandel auch schnell gefunden und somit konnte der Teil „Gestell“ abgehakt werden.

Die Herzchen

Auf der Suche nach passenden Stoffen wurde ich in BirgitsDekowerkstatt auf Dawanda schnell fündig. Von Dawanda bin ich – als kreativ Schaffende – mehr als überzeugt! Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr. Die Lieferung erfolgte auch super schnell, bis dahin überlegte ich mir, wie ich die Herzchen (wohl bemerkt ohne eigener Nähmaschine) fertigen sollte. Mit Hand? Das würde sehr viel Zeit beanspruchen. Glücklicherweise bot mir meine liebste Sarah ihre Super-Maschine an, was ich nicht abschlug. Danke mein Liebling! ♥
Die Suche nach passenden Füllmaterial war die schwerste Angelegenheit, denn in der ganzen Stadt lies sich nur Lavendel auffinden. Die Apotheken konnten zwar auch andere „Duftmaterialien“ besorgen, allerdings war mir das zu unsicher (weil ich nicht wusste, wie es riecht) und bei manchen Preisen verschlug es einem die Sprache. Es musste eine Alternative her! Auch hier war Sarah wieder die Rettung. Wir hatten uns erst kürzlich über Kirschkernkissen unterhalten, als sie mir erzählte das sie massenweise Kirschkerne hat. Ich nähte also Dreierlei Herzchen: Lavendel, Kirschkerne und Watte. Passend zu den Stoffen hatte ich rot-karierte Bänder direkt mit eingenäht, damit man sie sofort aufhängen konnte.

Die Karte

Da ich keine große Dichterin bin, überlegte ich mir eine relativ schlichte Karte. Die Herzchen sollten aber auch bei der Karte aufgegriffen werden.
In meinem Sammelsurium sprangen mir – längst vergessene – Holz-Filz-Herzen entgegen, die ich unbedingt verwenden musste. Zusätzlich kam mir die Idee eines fliegenden Briefumschlags in den Sinn, der eine kleine Nachricht enthalten sollte. Grundlage bildete eine leicht beigefarbene Karte (einfach, also nicht klappbar) auf der ich Packpapier mit abgeschnittenen Ecken klebte. Die Herzchen und der Briefumschlag waren schnell arrangiert, nach einer kleinen Kreativ-Pause kam mir aber noch eine zusätzliche Idee: „Muttel“ mit dünnen Draht nachformen. Das war nicht ganz so einfach, aber hat doch irgendwie geklappt. Das war es auch, was der Karte in der Gesamtheit gefehlt hatte. Zwar war das anbringen des Schriftzugs nicht ganz so einfach, aber die Heißklebepistole hat einen guten Job gemacht. (Hat vielleicht jemand noch eine bessere Idee, wie man solche zarten Sachen an Karten ankleben könnte, ohne das man sieht wie sie befestigt wurden?)
Als Highlight habe ich den Briefumschlag so angeklebt, dass es aussieht als würde er wirklich fliegen. Dazu habe ich unterschiedlich dickes doppelseitiges Klebeband benutzt – am unteren Rand dünneres und oben dickeres.

Fertig ist mein Muttertagsgeschenk! Ich bin ganz glücklich damit und hoffe meine Muttel auch. 🙂

Leben & Leidenschaft,
C

Das denkt Ihr über diesen Beitrag:

  1. Muttel

    Wo du recht hast, hast du recht, liebe Cora!
    Was man sich nicht kaufen kann ist Liebe. Deshalb sehe ich in jedem Stück, dass ihr mir schenkt, das Sichauseinandersetzen – das Sichgedankenmachen – das Freudemachenwollen – das Liebevolle!
    Herzlichen Dank!

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    1. Cora

      Ach quatsch, du brauchst doch nicht neidisch sein! Dein Geschenk war doch genauso super. Vielleicht töpferst du das nächste Mal die Fee selbst? *grins*

      Ich vermeide es tunlichst mich in solchen Momenten zu fotografieren. Also: Nein! 😛

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